Teil eines Werkes 
2. Theil (1844) Die Tochter des Gehenkten / von von Sir Francis Trolopp ; uebersetzt von Dr. Ludwig Eichler
Entstehung
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Miſtreß Gruff ſtand nen Statuen gegenüber, n unfähig waren, nicht blos ihr zu widerſtehen, ſondern Auc die Gefahr zu begreifen; daher legte die ſanfte Wirthin d gezwungene Lächeln bei Seite, welches ſie bei jeder Gelege heit ſtets auf den Lippen hatte. Ihr Geſicht, welches ſich 2 gewöhnlich unaufhörlich mit der Maske der Freundlichkeit bedeckte, nahm nun augenblicklich den widerwärtigen Ausdruck

an, welcher von Natur ihm gegeben war. Die Heuchelei 5 verſchwand und unter der Heuchelei erſchien eine kalte, rohe, berechnete Härte, ohne irgend eine Miſchung von Mitleid. — Zwanzig Pfund, murmelte ſie, indem ſie die beiden Mädchen mit Kennerblick prüfte .. . Meiſter Lantern wird einen hübſchen Profit machen, ob er ſie nun todt oder leben⸗ dig verkauft, denn unſere Chirurgen haben närriſche Launen und geben viel Geld aus, um den Stahl ihres Secalpels in die Haut eines ſchönen Körpers hineindrücken zu können ... Zwanzig Pfund! .. er könnte uns wohl etwas mehr ge⸗ ben WMeiner Treu, es find Stücke, ohne allen Fehler und mehr als ein Lord würde ſeine Börſe in die Hände einer Peiben Frau ausſchütten, die ſich damit abgäbe .. Miſtreß Gruff hielt inne und begann darüber nachzu⸗ denken. Vielleicht hatte ſie einen Augenblick den Gedanken, ₰ BVob den Boden unter den Füßen wegzunehmen und ihm

ſeine Waare zu ſtehlen; aber die Erinnerung an Angus Mac⸗Farlane, deſſen Gegenwart eine furchtbare Drohung ˙ war, änderte den Gang ihrer Gedanken. Sie entfernte ſich von den beiden Schweſtern, ging wieder auf die Treppe und