Drittes Kapitel.
Die gelbe Laterne.
Als Miſtreß Gruff durch das Schlüſſeloch die beiden Mädchen unbeweglich und ſich umarmt haltend ſah, drehte ſie leiſe den Schlüſſel wieder herum und ſtieß die Thür auf.
Sie hatten in ihren Augen ſehr lange gezögert und dieſe Beweglichkeit konnte möglicherweiſe auch noch nicht der Schlaf ſein, daher nahm Miſtreß Gruff, welche eine vorſich⸗ tige Frau war, mehreremale das Licht und hielt es ihnen vor die Augen, um ſich zu vergewiſſern, ob ſie ſchliefen.
Dieſe Maßregeln verbunden mit den abſcheulichen Klängen der zerborſtenen Violine des Maſter Gruff, welche von unten durch die offene Thür heraufdrangen, würden auch einem Todten faſt die Augen geöffnet haben. Die beiden Schweſtern
regten ſich indeß nicht. Die Lethargie hatte offenbar begonnen. 2*


