Teil eines Werkes 
2. Theil (1844) Die Tochter des Gehenkten / von von Sir Francis Trolopp ; uebersetzt von Dr. Ludwig Eichler
Entstehung
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hin; — je mehr Du Dich anſtrengſt, je ſchneller wirſt Du einſchlafen, ich kenne das, Gott ſei Dank!

— Wie Clary über meine Freude glücklich iſt, ſagte Anna, die ſich in dieſem Augenblicke halb erhob, aber ohne die Augen zu öffnen; — die gute Schweſter! ich wollte, ſie liebte einen Mann, wie ich meinen Stephen liebe, denn dieſer Mann würde auch ſie lieb haben .. ſie iſt ſo ſchön . Clary! ..

Als die ältere der beiden Mädchen dieſe Worte ver⸗ nahm, blieb ſie plötzlich gerade und ſteif ſtehen, als ob ihr vas Blut in den Adern erſtarrt wäre. Ein neuer Gedanke kam ihr durch den Sinn und dieſer Gedanke war nieder⸗ ſchmetternd.

— Mein Gott, mein Gott ſagte ſie, kraftlos auf ihre Kniee fallend; — ich werde ihn nicht mehr ſehen .. und er liebte mich!

Der Gedanke an den Tod, den Clary erwartete, nichts Anderes, hatte ſie bisher nur in Bezug auf ihre Schweſter, geſchmerzt. Ihr Herz war bei Anna's Anblick gebrochen, aber ſie hatte ſich ſelbſt vergeſſen.

Jetzt vergrößerte ſich ihre Verzweiflung auch noch durch ihre perſönliche Noth. Ihre glühende, jugendliche Liebe, eine plötzliche, abſolute, grenzenloſe Leidenſchaft, welche wir im erſten Theile unſrer Erzählung zu ſchildern verſucht haben, hatte nun die ſchweſterliche Zärtlichkeit in den Hintergrund geſchoben. Ihm mur, ihrer Hoffnung, ihrem Gotte ſchwan⸗ gen ſich fortan die letzten Gedanken ihres Todeskampfes