Teil eines Werkes 
2. Theil (1844) Die Tochter des Gehenkten / von von Sir Francis Trolopp ; uebersetzt von Dr. Ludwig Eichler
Entstehung
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— Mit meiner Tante, flüſterte ſie. .. und mit meinem Vetter, wenn. .. wenn er Luſt hat, mitzukommen.

— Er wird ſchon Luſt haben, liebe Schweſter . . . aber unſer Vater bleibt ſehr lange aus.

Clary ſprach die letzten Worte mit einer ſo wahrhaften Unruhe, daß Anna unwillkührlich zuſammenfuhr. Das arme Kind war daran gewöhnt, inſtinktmäßig den Eindrücken ihrer Schweſter zu folgen bei allen Gelegenheiten, wo ihre naive und reizende Fröhlichkeit nicht die kindiſche Schwäche ihres Charakters bewahrte. Sie befragte Clary's Geſicht mit ängſtlichem Blicke und ihr verſchwundener Schrecken kehrte mit neuer Gewalt zurück.

Clary litt, und ihrer unangenehmen Stimmung, wenn ſie auch nicht von derſelben Natur war, als die ihrer Schwe⸗ ſter, lag doch ein unüberwindlicher Schrecken zum Grunde. Die Verſpätung ihres Vaters kam ihr unerklärlich vor: zuerſt hegte ſie Befürchtungen für ihn; aber ſie fürchtete auch für ihre Schweſter und für ſich, denn es kamen ihr immer

neue Zweifel über den angeblichen Duncan von Leed und dieſe Zweifel nahmen immer mehr Feſtigkeit an, jemehr ſie darüber nachdachte und glichen endlich faſt einer Gewißheit.

Man ſprach zu jener Zeit ſehr viel von geheimnißvollen Entführungen, gottloſen Attentaten und das furchtbare Ge⸗ rücht von den Burkers, Reſurrections⸗Männern und andern Spekulanten des Todes ſtörte ſehr häufig den Schlummer junger Mädchen.

Clary hatte alſo Grund genug zu Befürchtungen, da

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