Teil eines Werkes 
2. Theil (1844) Die Tochter des Gehenkten / von von Sir Francis Trolopp ; uebersetzt von Dr. Ludwig Eichler
Entstehung
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ſchauernd an ihre Schweſter, deren edle Stirn ihre Ruhe nicht verlor.

Die Thür öffnete ſich. Miſtreß Gruff, mit ihrem freund⸗ lichſten Lächeln ausgeſtattet, trat in Begleitung des Maſter Gruff herein, deſſen bärbeißiges Geſicht noch mit einer fri⸗ ſchen Lage üblen Humors überzogen zu ſein ſchien.

Miſtreß Gruff trug ein Trinkgefäß und Waſſer, Gruff hatte einen Krug mit ſchottiſchem Ale in der Hand, deſſen Schaum bei einem ſeit drei Tagen ſchon geſtorbenen Lowlander noch das Nationalgefühl erweckt hätte⸗

— Nun, meine ſchönen Damen, ſagte Miſtreß Gruff mit einer liebenswürdigen Verneigung, der Laird läßt heute Abend auf ſich warten. Er hatte uns verſprochen, ſpäteſtens um ſechs Uhr wieder zurück zu ſein. es iſt merkwürdig.

— Es iſt merkwürdig! brummte Maſter Gruff, indem er ſein dickes geröthetes Auge auf Anna richtete.

— Mein Freund, ſagte Miſtreß Gruff zärtlich, — ſchweig . ſtelle Deinen Krug hin .. und geh hinaus!

Der brave Mann befolgte den Befehl in drei Tempo's.

— Nun, nun, meine hübſchen Miſſes, hob die Gaſt⸗ wirthin fröhlich an, ſobald ihr Mann hinausgegangen war,

— der Laird kann jetzt nicht mehr lange bleiben . folgen

Sie meinem Rathe, eſſen und trinken Sie unterdeſſen ein wenig.

Clary machte eine abwehrende Bewegung.

— Schottiſches Bier, mein Kind! rief Miſtreß Gruff und goß das Glas voll; — ächtes Bier von St. Dunſtan,