das Fenſter, an welchem in langen Zwiſchenräumen ein Paketbvot mit voller Kraft des Dampfes vorüberſchoß. Anna, welche wirklich ganz erſchreckt war, wagte nicht, ſich zu be⸗ klagen, hatte den Koyf in ihre Händchen gelegt und verſuchte zu denken, ſie ſei im Hauſe ihrer Tante, unter dem hohen Schutze ihres Vetters Mac⸗Nab.
— Clary! ſagte ſie endlich mit leiſer Stimme und ohne ihr Geſicht ſehen zu laſſen.
Clarh wandte ihren traurigen, aber ruhigen Blick nach ihr hin.
— Haſt Du nicht Furcht, Anna? — wie düſter und kalt das Zimmer iſt, Schweſter! . . . es iſt ſchon ſpät . .. und dieſer Mann, jetzt denke ich daran ..,
— Du haſt Recht, Clary! — dieſer Mann, der uns hergebracht hat, gleicht nicht dem guten Duncan von Leed.
— Du erkannteſt ihn doch ſo gut, ſagte Clary lächelnd.
— Ich weiß nicht . . Duncan hat nicht den wilden Blick, der heimlich hinter den dicken niedergezogenen Augen⸗ brauen lacht. ich möchte dieſes Haus hier verlaſſen.
— Und unſer Vater, der kommen wird, Du kleine Närrin .. Geh, beruhige Dich . . . Was kann man zu dieſer Stunde, wo in London noch alles lebendig iſt, fürchten?
— Ich weiß nicht, ſagte Anna mit zitternder Stimme; — ich habe Furcht, ſo große Furcht, wie noch nie in mei⸗ nem Leben.
Als ſie dieſe Worte ſprach, ließ ſich ein Geräuſch an der Thür vernehmen und das arme Kind drängte ſich
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