Teil eines Werkes 
2. Theil (1844) Die Tochter des Gehenkten / von von Sir Francis Trolopp ; uebersetzt von Dr. Ludwig Eichler
Entstehung
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Geſpenſter, die dicken Rauchwolken der Dampfbvote, welche den Fluß auf und nieder fuhren, kreisförmig emporſteigen. Man hörte den traurigen gezogenen Ruf der Watermen, welche an der Schiffswinde drehten, das ferne Schreien der Lighterman (Schiffsauslader) und in noch weiterer Ferne das Rollen der tauſend Wagen, welche unaufhörlich London durchſchneiden.

Das war nichts Ungewöhnliches, dieſe Töne mußten den Ohren der beiden Schweſtern vertraut ſein; aber es gibt Augenblicke, wo Alles der Anlaß zu düſterer Träumerei iſt.

Anna und Clary hatten zuerſt ſich fröhlich zu unter⸗ halten begonnen, ſehr viel von ihrem Vater, ein wenig von Stephen und von den angenehmen Luftſchlöſſern, welche junge Mädchen auf dem beweglichen Sande der Zukunft ſo ge⸗ ſchickt zu erbauen im Stande ſind; — darauf waren ſie unmerklich trauriger geworden, da die Einſamkeit und das monotone Geräuſch um ſie her dieſe Stimmung hervorrufen mußten. Es lag ihnen wie ein Gewicht auf dem Herzen.

Das Zimmer, in dem ſie ſich befanden, war groß, ein mächtiges Himmelbett mit geſchloſſenen Vorhängen bildete mit den Stühlen, dem Tiſch und einem Sekretär von ver⸗ alteter Bauart das einzige Mobiliar, ſo daß durch dieſe Kahlheit das Zimmer nur noch größer ſcheinen mußte. Die Nacht war ſchwarz und ein einziges Licht badete ſeinen zit⸗ ternden Schein in dem Dunkel der weiten Stube, deren Tapeten keine Reflexe hatten.

Clary ſah zerſtreut, ernſthaft und nachdenklich durch