„nichts — hörſt Du? — ſonſt nichts! Durch Ge⸗ „ſchenke würdeſt Du ihn und mich erniedrigen. „Ich hinterlaſſe ihm ſo viel, als er vor der Hand „braucht, bis er durch Deine Fürſprache angeſtellt „iſt; ſeinen Unterhalt zu verdienen hat ihm Gots „Geſundheit und Kraft gegeben.“
Eine finſtere Wolke flog bey Leſung dieſer Worte über Pedro's Stirne, doch bald ver⸗ ſchwand ſie wieder, und er ſprach mit dem ihm ei⸗ genen einnehmenden Weſen zu Tlonzo: „Ich hoffe wenigſtens, Euer Vater hat Euch nicht ver⸗ bothen, ſo lange eine Wohnung in meinem Hauſe anzunehmen, bis ich ſeinen letzten Willen zu er⸗ füllen im Stande bin?“
Dieſes Anerbiethen auszuſchlagen wagte Alonzo nicht, aus Furcht den edlen Mann zu beleidigen, und ſo ward er denn Don Pedro's Hausgenoſſe. Im täglichen Umgang mit dem er⸗ fahrnen Freunde entfaltete ſich des Jünglings rei⸗ nes Gemüth immer ſchöner, und Pedro begann ihn von ganzem Herzen lieb zu gewinnen; wenn er aber ſeine Antinous⸗Geſtalt betrachtete, konn⸗ te er ſich der Sorge nicht erwehren, es möchte gefährlich ſeyn, ihn mit Maria bekannt zu ma⸗ chen, — mit einem Worte, unſer Philoſoph ward, troßz ſeiner gerühmten Weisheit, eiferſüchtig und beſchloß, ihm die bevorſtehende Vermöhlung


