„ich vor Gott, um Rechenſchaft zu geben von mei⸗ „nem Thun hienieden. — Immerhin! Ich habe ei⸗ „nen ſanften Spruch aus des Ewigen Munde zu „erwarten.
„Von einem Freund, der vor Kurzem aus „Lima hierher kam, erfuhr ich: daß Du Dich jetzt „daſelbſt aufhältſt und eines großen Vermögens „erfreueſt. Ich wünſche dazu vom Herzen Glück. „Mein Los war minder glänzend, und ich muß „meinen einzigen Sohn Alonzo, ohne Zuflucht, „den Stürmen des Zufalls Preis geben! — Sey „Du ihm Vater und ſorge für ſein Unterkommen. „Lebe wohl und glücklich, und vergiß nicht
„Deinen bis in den Tod treuen Freund Luis d' Alavar.“
„Ich dich vergeſſen treue Seele?“ rief Pe⸗ dro: „Nimmermehr! Alles was ich beſitze, Don Alonzo gehört von nun an Euch eben ſo gut als mir; gebiethet über meine Kaſſe, über —“
„Darf ich Euch bitten, den Brief meines Va⸗ ters ganz zu leſen?“ unterbrach ihn Alonzo mit beſcheidener Miene.
Pedro las:
„Nachſchrift: — Glaube nicht, alter Freund, „ich wolle Dir meinen Sohn aufbürden, wie eine „drückende Laſt; — nein, nur deine Verwendung „für ſeine Anſtellung nehme ich in Anſpruch, ſonſt


