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Doch acht Tage vor dem verhängnißvollen Hochzeitfeſte blieb der Unbekannte plötzlich aus. So fleißig ſich auch Maria am Fenſter ſehen ließ, ſo ſcharf auch ihr Falkenauge umher ſpähete — der ſchöne Jüngling war nirgend zu erblicken. — „Er hat dich vergeſſen,“ ſeufzte Maria aus ge⸗ preßter Bruſt, „und in den Armen einer Glückli⸗ cheren als du Entſchädigung gefunden!“ Eine Thräne trat dabey in ihr Auge, welcher bald ein ganzer Strom folgte. — Dieſe Vermuthung gab ihr indeſſen doch einige Beruhigung und ſie konnte
am Hochzeitrage mit der nothigen Faſſung Don Pedro zum Altare folgen, und das entſcheidende Ja, wenn auch nicht mit freyem Herzen, doch mit ziemlich feſter Stimme ausſprechen. Die rauſchen⸗ den Freuden des Hochzeitfeſtes, die zuvorkommen⸗ de Artigkeit ihres überſeligen Gatten, und die vielen koſtbaren Geſchenke zerſtreuten ihren Kum⸗ mer und entrückten ihrem Gedächtniſſe das Bild des ſchönen Unbekannten immer mehr.
Wir wollen unſern Blick jetzt von der Reu⸗ vermählten ab und ihrem überglücklichen Gatten zuwenden, der in einem Meer von Wonne ſchwamm; um jedoch unſeren Leſern verſtändlich zu werden, müſſen wir um einige Wochen zurück ſchreiten.
Eines Tages nach der feyerlichen Verlobung mit der holden Maria, als Pedro, um ver'


