nung bleiben; obgleich Pedro ſich erboth ihnen einen Theil ſeines großes Hauſes einzuräumen, ſo beſtand die kluge Frau doch darauf, erſt nach vol⸗ lendeter Trauung mit ihrer Tochter in ſein Haus zu ziehen.
Laur a's Häuschen ſtieß hinten an eine Allee, jenſeits von einem Fluſſe begränzt. Oft und gern verweilte Maria an den Fenſter ihres Schlafge⸗ maches, welches die Ausſicht dahin hatte. Einige Tage nach ihrer Verlobung ſtand ſie auch da, in Gedanken verſunken, das ſchöne Köpfchen auf die ſchöne Hand ſtützend, als ſie durch das Traben ei⸗
nes Pferdes in ihren Träumen geſtört ward, ſie
blickte auf und ſah — einen Jüngling, ſchön wie der heilige Georg auf dem Altarblatte der Kirche, welche ſie täglich zu beſuchen pflegte, auf einem ſtolzen, andaluſiſchen Hengſte die Allee herab cour⸗ bettiren. Mit einem, ihr bis jetzt unbekannten Gefühle, verweilte ihr trunkenes Auge auf der reißenden Geſtalt des ſchönen Reiters, aber hoch erröthend ſchlug ſie die Augen nieder, als dieſer nach ihr aufſah; deſſen ungeachtet war es ihr nicht entgangen, daß ihr Anblick einen nicht unangeneh⸗ men Eindruck auf ihn gemacht zu haben ſchien: das beſtättigte ihr auch noch ſein öfteres Umſehen nach ihrem Fenſter, als ſie es ſchüchtern wagte, ihm verſtohlen nachzublicken. — Mit klopfendem


