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Feder-Proben : eine Sammlung kleiner Erzählungen und Novellen / von J.W. Lembert
Entstehung
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Herzen und wogendem Vuſen ſtarrte die Erregte dem Entſchwundenen nach — da durchriß ein gel⸗ lender Schrey die Luft! Aengſtlich wandte Maria das Auge nach der Gegend, woher der Schrey kam, da ſah ſie ein Kind mit den Wellen kämpfend, im Fluſſe untertauchen. Es hatte am Ufer geſpielt und unvorſichtiger Weiſe das Gleichgewicht verlo⸗ ren. Außer ſich vor Schrecken rief Maria mit lauter Stimme um Hülfe, — ſiehe, da kam mit Blitzesſchnelle der ſchöne Reiter herbey geſprengt, das Auge fragend nach der Zitternden gerichtet. Maria hatte jetzt für nichts als für die Rettung des Kindes Sinn, — Helft! Rettet! ſchrie ſie dem ſchö⸗ nen Jüngling zu, indem ſie krampfhaft nach dem Fluſſe deutete, wo das auftauchende Kind eben wieder ſichtbar ward und die kleinen Händchen aus den Fluthen nach Hülfe emporſtreckte. Raſch ſprang der Unbekannte vom Pferde, ſtürzte ſich, von einem Schreckensruf Maria's begleitet, in den Strom, worauf er bald darauf wieder auf⸗ tauchte und mit dem geretteten Kinde an's Ufer ſchwamm. Als er jedoch die Allee erreicht und das Kind den herbeygekommenen Aeltern übergeben hat⸗ te, ſank er ohnmächtig zur Erde; gerade in dem Augenblicke, als Maria mit ihrer Mutter aus der Hinterthür ihres Hauſes zu Hülfe herbey eil⸗ ten. — Laura's Haus war das beſte in der Nä⸗