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nen einzigen Blick ein Herz bezwinge, welches der Liebe ſo lange zu trotzen ſich erkuͤhnte.
Pedro beſuchte die Witwe Fuentes an⸗ fänglich unter dem Vorwande, verſchiedene Artikel ihrer kleinen Handlung zu bedürfen, die wahre Urſache ſeines Beſuches blieb jedoch dem forſchen⸗ den Auge der Mutter nicht verborgen; da ſie aber auf eingezogene Erkundigung, nichts als Gutes von ihm hörte, er ſelbſt ſeine redlichen Abſichten auf Maria's Hand ſpäter deutlich äußerte, ſo empfing ſie ihn mit zuvorkommender Artigkeit und ſuchte die Aufmerkſamkeit der unbefangenen Toch⸗ ter auf den ſtattlichen und, was ihr mehr galt, reichen Mann zu lenken.
Maria's Herz, das bis jetzt noch kein an⸗ deres Gefühl kannte, als das der kindlichen Liebe für ihre Mutter, ließ dieſe gewähren. Die Bewer⸗ bung des, obgleich nicht mehr jungen, doch noch kräftigen Mannes, ſchmeichelte ihr, die Ausſicht auf ein glänzendes Leben, und vor Allem der Ge⸗ danke, die letten Tage ihrer Mutter verſüßen zu können, ließen ſie keinen Augenblick anſtehen, ihr Jawort zu geben, als Pedro um ihre Hand warb.
Vier Wochen nach jener feyerlichen Verlo⸗ bung, wovon am Eingange die Rede war, ſollte die Trauung vor ſich gehen; ſo lange wollten Lau⸗ ra und ihre Lochter in ihrer alten, kleinen Woh⸗


