— 19 —
ren? das mache du einem Andern weiß. Mit ei⸗ nem Worte, du heiratheſt die Comteſſe.
Eduard. Es thut mir leid, Ihnen nicht ge⸗ horchen zu können, denn ich bin feſt entſchoſſen, mich nicht zu vermählen.
Miniſter. Poſſen! Abgeſchmackte Grillen! — Eduard, ich rathe dir Gutes! Laß es nicht zum Aeußerſten kommen. Du mußt die Gräfinn heira⸗ then, ich habe mein Wort gegeben; dein eigener Vortheil erfordert es und folglich mußt du ge⸗ horchen.
Eduard. Soll ich meinem Herzen zum Trotz? —
Miniſter. Wie lächerlich! Seit wann iſt es in unſerer Familie Sitte, bey Vermählungen das Herz um Rath zu fragen? Hier hat allein der Ver⸗ ſtand zu ſprechen. — Oder ſollte etwa die Liebeley mit der Theaterprinzeßin — ²
Eduard. Halten Sie ein, Herr Onkel, denn bey Gort, ich würde es nicht gelaſſen anhö⸗ ren, wenn Sie ſich Läſterungen gegen eine Perſon erlaubten, die ich zu ſchätzen die größte Urſache habe.
Miniſter. Aha, kommt der Wind daher? Wohlan, junger Herr, geh' du nach Hauſe, über⸗ lege dir meinen Vorſchlag, und biſt du heut über vier Wochen nicht mit der Gräfinn verlobt, ſo werde ich deine Prima Donna an einen Ort brin⸗


