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Dieſe Zeilen und die wiederhohlte Nachfrage Julien's nach ſeinem Befinden, wirkten ſo wohlthä⸗ tig auf den Kranken, daß er nach kurzer Friſt das Bett verlaſſen konnte. Sobald es ſeine Kräfte ver⸗ ſtatteten, eilte er zu Julien, um ihr für die gütige Theilnahme an ſeinem Schickſale zu danken. Er ließ ſich melden — und ward abgewieſen. Nach einer Stunde erhielt er folgendes Billet:
„Herr Graf! Herzlich leid that es mir, Ih⸗ „ren Beſuch nicht annehmen zu dürfen. Ich habe „nichts als meinen unbeſcholtenen Ruf; der Mann, „der ſo edelmüthig ſein Leben für dieſen Ruf auf's „Spiel ſetzte, wird nicht wollen, daß die Stadt „glauben ſoll, er habe aus Rebenabſichten gehan⸗ „delt. Mein Dank und das Bewußtſeyn einer edlen „Handlung werden ihm genügen.“
Julie B —
Kaum hatte Eduard dieſes Billet geleſen, als der Regiments⸗Adjutant hereintrat und ſeinen Degen forderte, indem er ihm andeutete, daß er auf allerhöchſte Ordre, wegen verletztem Duell⸗ Mandat, zu dreymonathlichem Feſtungs⸗Arreſt ver⸗ urtheilt ſey.
Es wird dem geneigten Leſern vielleicht nicht unangenehm ſeyn, etwas von den Verhältniſſen unſerer ſchönen Sängerinn zu erfahren.


