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dann die unendlich theurere Liebe eines zarteſten Naturkindes, eines Weſens, dem ich mich mit voͤlliger Sicherheit hingeben konnte. Mein Geiſt ſonnte ſich im Glanze ihres Daſeyns. Weder damals, noch jezt konnte ich unſere Liebe fuͤr eine kindiſche Leidenſchaft halten, war immer feſt uͤberzeugt, daß ſie mein gan⸗
zes Leben hindurch mich begleiten werde. Zur Einung zweier fuͤr einander geſchaffener
Herzen hatte die Natur die Saiten unſerer Seelen gleich geſtimmt; ob wir beiſammen, oder getrennt waren, immer ertoͤnten die naͤmlichen Schwingungen, der naͤmliche Hauch belebte uns, eine ſo vollkommene Uberein⸗ ſtimmung herrſchte, daß ſie ein Balſam ſchien in unſere Herzen gegoßen, der uns weder auf Erden, noch im Himmel etwas zu wuͤn⸗ ſchen ubrig ließ. Wir hatten mit einem über⸗ maß von Zaͤrtlichkeit geliebt, die ganz allein ſolches Ubermaß rechtfertigen konnte. Es er⸗
ging uns wie einem Kinde, das nach einem
Aſte greifend, den ganzen Baum zu ſich zieht und nun, uͤberlaubt von ihm, unter dichten Buͤſcheln goldener Fruchte ſteht. Wehe mir! ich ahnete nicht, daß ihr Grab vom Geſchicke ihrer Wiege ſo nahe geſtellt ſey. Das Licht, mir fur einen Augenblick von der Liebe dar⸗ geliehen, war erloſchen, um nie wieder an⸗
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