Teil eines Werkes 
2. Theil (1851)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

———

— 165 —

Haſt hinaufzubefoͤrdern, und bringen ihn halb todt und verſchmachtend, auf der Spitze an. Ein paar ſolche Schlingel machten es ſich zur beſondern Aufgabe, uns von hinten unausgeſetzt zu draͤngen, und das einzige Mittel, ſich zu befreien, iſt das, daß man kraͤftig und ohne Erbarmen nach hinten ausſchlaͤgt, indem ſich dann doch die Araber nach Moͤglichkeit zuruͤckziehen. Das Em⸗ porklimmen iſt nicht im mindeſten romantiſch oder ſchwierig oder erhebend; man geht eine große, zerbrochene Treppe hinauf, von welcher manche Stufen vier Fuß hoch ſind. Das iſt nicht ſchwer, nur ein bischen hoch. Man hat auf dem Gipfel keine beſſere Ausſicht, als am Fuße. Man ſieht etwas mehr Strom, etwas mehr Sand und etwas mehr Reisfeld. Man ſpringt die ohen Stufen nach Belieben herunter; aber Be⸗ trachtungen muß man auf andere Zeiten verſparen; das verwuͤnſchte Geſchrei der Araber laͤßt keinen Gedan⸗ ken aufkommen.

Und das iſt Alles, was Sie mir uͤber die Pyra⸗ miden zu ſagen haben? Pfui, Schande! Keinen Lob⸗ ſpruch uͤber ihr Alter und ihre Groͤße und keine uͤber⸗ ſchwängliche Phraſe? Kein Entzuͤcken? Wollen Sie da⸗ mit ſagen, daß Ihnen die Gefuͤhle des Staunens und der Ehrfurcht gaͤnzlich fremd ſind? Gehe hin, Mann, und errichte ein Monument von Worten, ſo erhaben, wie ſie ſelbſt ſind, die da „imber edax“ und der „nquilo