Teil eines Werkes 
2. Theil (1851)
Entstehung
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von den Pyramiden entfernt, kamen wir an eine Stelle, wo das Waſſer etwa vierzig Ellen breit war, und wo uns ein Regiment halbnackter Araber in Em⸗ pfang nahm, die jeden von der Geſellſchaft ergriffen und uns auf ihren Schultern, unter allſeitigem Geläch⸗ ter und zu großer Beaͤngſtigung eines Manchen, der jeden Augenblick in eines der vielen Loͤcher dieſer ver⸗ rätheriſchen Lache verſenkt zu werden fuͤrchtete, hinuͤber trugen.

Es war allenthalben nur Scherz und Gellaͤchter, Laͤrm der Fuͤhrer, Rufen nach Dolmetſchern, und Noth um Sechspenceſtuͤcke. Es wurde eine Farce auf— gefuͤhrt und die Pyramiden waren die Buͤhne. Da ſtiegen ſie empor, ungeheuer vor unſern Augen, und die närriſchſten Dinge von der Welt paſſirten unter ih⸗ rem Schatten. Das Erhabene war verſchwunden, o maͤchtig⸗ groß ſie auch waren. Wer erinnerte ſich nicht, wie Gulliwer ſeine Ehrfurcht vor der furchtbaren Dame von Brobdingnay verlor? Jeder Reiſende wird an die⸗ ſem Platze von Maͤkeleien, Kleinlichkeiten und Lächer— lichkeiten aller Art heimgeſucht. Er blickt zu der un⸗ geheuren, ſteilen Bahn hinauf, waͤhrend zwanzig Kerle ihn von allen Seiten umbruͤllen; man hoͤrt hoch oben ſchwache Zurufe und Schreie und ſieht kleine, kriechende

Geſchoͤpfe ſich in der Hoͤhe verlieren; oder wenn ſie

den Gipfel erſtiegen hatten, huͤpfend und ſpringend, von Stufe zu Stufe abwärts kommen; die Zuruſe