Teil eines Werkes 
2. Theil (1851)
Entstehung
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Fromme allnaͤchtlich beten, und man hoͤrt dieſe treuen

Glaͤubiger in den ſeltſamſten Naſentoͤnen muſiciren. Wenn man am Irrenhauſe voruͤber kommt, da ſieht man einen armen Burſchen, der immer mit dem Monde ſpricht, und vor ihm nicht ſchlafen kann; er ſingt und ſchreit die ganze Nacht hindurch, iſt aber vollkommen vergnuͤgt dabei. Er hat ſeine Eitelkeit nicht zugleich mit der Vernunft eingebuͤßt; er iſt trotz der Gitter und des Strohs ein Prinz. —

Und nun von jenen beruͤhmten Bauwerken; wie koönnte ich etwas von ihnen ſagen, was nicht Andere ſchon beſſer geſagt haͤtten? Allein man glaubt mir nicht, daß ich dort geweſen, wenn ich nicht ein Zeichen bringe. Hier iſt eins:

Ein weißbemuͤtzter Junge klettert mit einem Krug

voll Waſſer die Steine hinauf, um muͤde Klimmer zu erfriſchen, und ich zeichne ihn, wie er oben auf dem Gipfel kauert. Die weite, flache Landſchaft breitet ſich hinter ihm aus; der große Strom in vielfachen Kruͤm⸗ mungen; die purpurne Stadt, mit ihren Schlöſſern und Kuppeln und Thuͤrmen; das gruͤne Gefilde, die Palmenhaine, die dazwiſchen geſtreuten Dörfer; noch immer iſt die Ebene ſtellenweiſe von den hellſchimmern⸗ Nn Waſſern uͤberſchwemmt, — die Landſchaft erſtreckt ſich weit, ſehr weit, bis ſie ſich endlich mit dem goldnen Horizonte vermiſcht und in ihr verliert. Es iſt eine mißliche Sache, dieſe Landſchaftsmalerei in Worten.

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