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nigſtens in England, nichts weiß. Er lebt hier, wie ein laͤſſiger Lotus-Eſſer, ein traͤumeriſches, trages, umdaͤmmertes Rauchtabaksleben. Er ſagte, er habe hier nicht noͤthig, ſich an Abendpartien zu betheiligen, weiße Glacée-Handſchuhe oder geſtaͤrkte Halskragen zu tragen und Zeitungen zu leſen. Ja, ſelbſt dieſes Leben in Cairo war noch zu civiliſirt fuͤr ihn. Englaͤnder kaͤmen haͤufig durch; alte Bekannte beſuchten ihn; der Wonnen größte Wonne ſei das Leben in der Wuͤſte, unter den Zelten, mit noch weit mehr Unthaͤtigkeit, als in Cairo; man raucht, man reitet auf ſeinem arabi⸗ ſchen Roſſe — aber kein Draͤngen und Stoßen unſter; man verſenkt ſich Nachts in feierliche Betrachtung der Sterne, ſobald die Kameele angepfaͤhlt ſind, und die Feuer und die Pfeifen glimmen.
Das Bild, das Cairo zur Nachtzeit darbietet, macht durch Oede und Einſamkeit einen tiefen Ein⸗ druck. Alle Welt iſt lange vor zehn Uhr zu Bette ge⸗ gangen. Kein Licht ſchimmert aus den gewaltigen Ge⸗ baͤuden hervor; nur die Sterne funkeln von oben, mit ihrem wunderbaren Glanze, am blauen, friedlichen Hinm⸗ mel. Die Fuͤhrer haben kleine Laternen bei ſich, die die Finſterniß der einſamen, widerhallenden Straßen nur verdoppeln. Geheimnißvolle Geſtalten liegen unter den Saͤulengaͤngen hingeſchmiegt und ſchlafen. Eine Sol⸗ datenpatrouille kommt voruͤber und ruft uns an. Hier glaͤnzt noch ein Licht in einer Moſchee, wo einige


