Teil eines Werkes 
2. Theil (1851)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

— 151 —

ter (dieſe Eſelsjungen ſind, beilaͤufig geſagt, ſo verſchla⸗ gene Erzſchelme, wie man ſie unter den Londoner, und Pariſer Pflaſtertretern nicht findet), und trat durch das geheimnißvolle, aͤußere Thor.

Wir kamen nun in einen breiten, offenen Hof, auf deſſen einer Seite ſich eine bedeckte Gallerie hinzog. Hier lagerte ein Kameel auf dem Graſe; nahe bei dem⸗ ſelben befand ſich eine Gazelle, an deren dunkelblauem Auge J . . .. ſein Wohlgefallen haben mochte, und zahlreiche Hecken von Hennen und Kuͤchlein wuchſen hier fur ſeine gaſtfreie Tafel heran. Auf der, der be⸗ deckten Gallerie entgegengeſetzten Seite ſtiegen die Mauern ſeines langen, ſeltſamen, mit vielen Fenſtern und manchen Gallerien verſehenen Hauſes empor. Unter andern bemerkte ich mehrere Bogenfenſter mit hoͤlzerner Vergitterung und ſah durch die Felder des einen zwei wunderſchoͤne, große, ſchmachtende, ſchwarze Augen auf den intereſſanten Fremden herablauſchen. Tauben flat⸗ terten, mit den Fluͤgeln ſchlagend, gurrend und ſchna⸗ belnd daran herum. i

Ihr gluͤcklichen Tauben! jedenfalls werdet ihr mit Kruͤmchen gefuttert, die Zuleika's von henné-Tinctur traͤufende Finger euch hinſtreuen. Dieſer ganze Hof, der ſo froͤhlich im Sonnenſcheine und ſo froͤhlich im wunderbaren Glanze der hinter dem hoͤlzernen Gitter hervorſtrahlenden Augen leuchtete, war ſo alterthuͤmlich, ſo verfallen und broͤcklig, wie irgend ein Herrenhaus,