Teil eines Werkes 
2. Theil (1851)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

— 148 —

junge Perſon auf dem Kopfe trug, war ſchmutzig oder fettig und in tauſend kleine Ringelchen zuſammenge⸗ rollt. Sie war offenbar die Zierde der ganzen Heerde.

Sie ſind nicht ungluͤcklich; ſie ſehnen ſich nach einem Käufer, wie manche Spinnerin in England nach einem Unterkommen. Sind ſie einmal in eine Fami⸗ lie eingetreten, ſo werden ſie freundlich behandelt und gut gekleidet und genaͤhrt; ſie ſind dann die gluͤcklichſten Lrute in der Gemeinde. Die Sklaven hier waren von einer weit roheren Race als diejenigen, welche wir auf dem abſcheulichen Sklavenmarkte zu Conſtantinopel ge⸗ ſehen hatten. Ich erinnere mich von dorther eines Geſchöpfs, das, weiblichen Geſchlechts, während ich ſie betrachtete und traurige Reflexionen uͤber ihr Schickſal anſtellte, recht gutmuthig laͤchelte und mich durch den Dolmetſcher fragen ließ, ob ich ſie nicht fuͤr zwanzig Pfund kaufen wolle? Hinter dieſen Kalifengraͤbern lag die Wuͤſte unmittelbar vor uns. Sie tritt hier bis an die Mauern der Stadt herum, und ſchneidet bei einigen Gärten ab, welche ſich knapp an ihrer Kante erheben. Man kann das erſte Stationshaus auf der Straße nach Suez ſehen, und nach den von Diſtanz zu Diſtanz ſichtbaren, gleichmaͤßig fortgehenden Stationspunkten den Weg ohne Fuͤhrer zuruͤcklegen. Asinus trottirte wacker eine Viertelſtunde lang in das öde Land hinein; da wa⸗ ren wir nun (jedoch immer Sorge tragend, daß uns der Ruͤckzug nach den Stadtmauern nicht abgeſchnitten