Teil eines Werkes 
2. Theil (1851)
Entstehung
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ſo boͤsartiger, guter Laune in ſeinem ſchönen Gs⸗ ſichte, daß es den Typus vollendeter Schlechtigkeit ab⸗ geben konnte. Er ſaß, nach mir hinſchielend, auf ſeinem Teppiche, waͤhrend ich bemuͤht war, dieſe einge⸗ fleiſchten Schurkenzuͤge zu ſkizziren. „Geben Sie mir Geld,“ ſagte der Menſch, „ich weiß, was Sie vorha⸗ ben; Sie wollen mein Bild, wenn Sie nach Europa zuruͤckkommen, fuͤr Geld losſchlagen. Warum ſoll ich nicht etwas von dieſem Gelde erhalten?“ Allein ich ungeſchickter und ſchwacher Zeichner war durchaus nicht im Stande, einen ſolchen Inbegriff und ein ſolches Muſterbild von Schlechtigkeit zu treffen; ich warf ihm eine Cigarre zu, die er, den Geber angrinſend, ſofort zu rauchen begann. Ich trug dem Dolmetſcher auf, ihm, unter Verſicherung meiner Uneigennuͤtzigkeit, zu ſagen, daß ſein Geſicht viel zu abſtoßend ſei, um in Europa Gluͤck zu machen, und daß ich gerade aus dieſem Grunde meine Auswahl ſo getroffen haͤtte. Dain ſtand einer ſeiner Gefaͤhrten auf und zeigte uns ſeine ſchwarze Heerde. Die maͤnnlichen Sklaven waren mei⸗ ſtens junge Burſchen; auch die Frauen waren jung und von huͤbſcher Geſtalt, ſonſt aber ſehr haͤßlich. Der Händler zog einer die Bedeckung weg und befahl ihr aufzuſtehen, was ſie, vor Schaam zuſammenſchaudernd, that. Sie war kohlſchwarz, ihre Lippen hatten den Umfang von Bratwuͤrſtchen, ihre Augen waren groß und gutmuͤthig. Das Haar oder die Wolle, die dieſe 10*