Teil eines Werkes 
2. Theil (1851)
Entstehung
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lang hatten wir kein Weib geſehen, mit Ausnahme der ehrbaren Frau Proviantmeiſterin Flanigan, der Damen von unſerer Geſellſchaft und der Naſenſpitzen der con⸗ ſtantinopolitaniſchen Schönheiten, wenn ſie in ihren haͤßlichen, gelben Pantoffeln ſchluͤrfend und watſchelnd bei uns voruͤberkamen.

Aber dieſer Tag muß mit einer zweiten, weißen Marke bezeichnet werden; denn es gab dem gluͤcklichen Verfaſſer dieſes Gelegenheit, eine zweite Schoͤnheit ge⸗ nauer in Augenſchein zu nehmen. Dies war ein einge⸗ bornes, ſyriſches Kind, das den ſuͤßen Namen Mariam fuhrte.

Mariam war die Schweſter des jungen Fuͤhrers, den wir angenommen hatten, um uns die Stadt zu zeigen, in welcher wir uns beim Einkaufe goldgeſtickter Scharpen und Tuͤcher, welche die Fremden von hier aus mitzunehmen fuͤr unerläßlich halten, uͤbervortheilen laſſen wollten. Ehe aber von gedachter Schoͤnheit eine ganz authentiſche Skizze erlangt werden konnte, mußten die Kuͤnſtler die mannichfachſten Kunſtgriffe anwen⸗ den, um die Schuͤchternheit der kleinen Mariam zu uberwinden. Anfangs wollte ſie nicht hinter der Thuͤre hervor (von wo aus ihre ſchonen, ſchwarzen Augen wie brennende Wachskerzchen durch das Dunkel leuch⸗ teten) und ſelbſt die Bemuͤhungen ihres Bruders und ihrer Mutter konnten ſie nicht aus ihrem Verſtecke

vertreiben. Um die Letzteren bei Gutem zu erhalten, fin⸗ Aufzeichnungen. I. 2