Teil eines Werkes 
2. Theil (1851)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

Materialien ſich ſeine eigene Landſchaft bildet, wenn er die ruhenden Kameele unter Platanenbaͤume gruppirt; wenn er den kleinen Zug nomadiſirender Heiden an den friedlichen Waſſerſpiegel des Meeres herantreten und ſich das Dampfſchiff in der Naͤhe betrachten laͤßt; wenn er ſich einen Berg dazu denkt, an deſſen Abhange einige zwanzig Graͤber roh in Stein gehauen ſind; und am Fuße deſſelben weithin Pfeiler und Saͤulengaͤnge und andere Truͤmmer doriſchen Bauwerks. Aber das rei⸗ zendſte Bild muß er ſich von dem Theater entwerfen.

Es befindet ſich auf einem wahren Feſtplatze, liegt nach

der Kuͤſte hin und iſt dem wonnigen Golfe, und der purpurnen Inſel darin, zugewendet. Noch kein Thea⸗ tergaͤnger hat je auf eine ſchoͤnere Scene geblickt. Hier iſt ein Platz zum Ruhen und Schwelgen, zum Traͤu⸗ men und Dichten. O Jones, Freund meines Herzens, moͤchteſt du nicht als Grieche im weißen Gewande auf dieſen kühlen Baͤnken ruhen und der roſigen Nesra ſuͤße Dinge (im joniſchen Dialekte) zufluͤſtern? Anſtatt Jones, muͤßteſt Du Jonides heißen; anſtatt eines Sei⸗ denhutes, muͤßteſt Du einen Roſenkranz auf Deine Locken ſetzen; aber du wuͤrdeſt nicht auf die Choͤre achten, die auf den Buͤhnen geſungen werden, denn die trauten Lippen der Schoͤnen wuͤrden von einem Rendezvous zu den eoovvxriug poig*) Kunde geben, und mein Joni⸗

*) Mitternaͤchtlichen Stunden.