Teil eines Werkes 
2. Theil (1851)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

des wuͤrde fuͤr nichts Anderes Ohr haben. Und dort im Gebirge wurdet ihr euch eine doriſche Tempelgruft ausſuchen, um eure Urne aufzunehmen, wenn Alles voruͤber, und ein Klagelied der uͤberlebenden Joniden wuͤrde euch dort zur Ruhe geleiten. Die Todtengruͤfte ſind nun leer und Niemand ſucht mehr die Todten un⸗ ter dem feſtlichen Aufenthalte der Lebenden. Doch um die klangvollen Choͤre zu erſetzen, die in alten Zeiten hier ertoͤnten, trat Einer aus der Geſellſchaft auf die Buͤhne und declamirte: „Mein Nam' iſt Norval.“

An demſelben Tage nahten wir den Ruinen eines an⸗ deren Theaters, des zu Antiphilos. Die Herrchen von Orford, noch voll von friſchen, claſſiſchen Erinnerungen, eilten den Huͤgel hinauf, auf dem die Ruine lag, ſchritten das Theater aus und berechneten die Breite der Buͤhne, waͤhrend andere gemaͤchlichere Leute von dem Schiffe aus mit Fernroͤhren zuſahen, wie ſie zwiſchen den Steinen und in den Loͤchern herum⸗ kletterten.

Zwei Tage ſpaͤter war die ganze Scene gaͤnzlich veraͤndert. Wir hatten das klaſſiſche Land aus dem Geſichte verloren und lagen in der St. Georgsbai, hin⸗ ter einem gewaltigen Berge, auf welchem Ritter Georg den Kampf mit dem Drachen hatte und die liebens⸗ wuͤrdige Prinzeſſin Sabra, die Tochter des Koͤnigs von Babylon, befreite. Die tuͤrkiſche Flotte lag vor uns;

.