Teil eines Werkes 
2. Band (1832)
Einzelbild herunterladen

—

— 373 —

zu halten, damit kein Anderer mich erfaßen moͤge. Fluͤche miſchten ſich unter Geſchrei. Als wir in den Kielzug des von uns fort⸗ ſchießenden Schooners geriethen, hoͤrte ich, wie die Mannſchaft auf demſelben ſich nach hinten drängte, um uns Taue zuzuwerfen, von welchen keines uns erreichte, ſie riefen uns zu, die zerbrochenen Segelſtangen zu er⸗ greifen, dieſe aber lagen zu tief im Waßer, halb verwickelt mit dem Schiffsboden und an der Windſeite, der Schooner aber trieb leewaͤrts. Ganz vernehmlich rief ich aus: »Ein Tau, oder wir ſind verloren ?. Ich wuß⸗ te, daß es unmoͤglich war, unſer einzig uͤbrig gebliebenes Boot auszuſezen. Schon glaubte ich, meine Stunde ſey gekommen, als ich am Bord des Schvoners etwas weißes er⸗ blickte und eine Stimme vernahm, die mein Innerſtes durchzitterte, als ſie durch das To⸗ ſen des Windes und das Geſchrei Ertrinken⸗ der zu mir toͤnte. Sie rief aus: »hier iſt ein

Strick! O Gott! gib es ihm, oder nimm

mich hin!« Das äußerſte Ende einer duͤnnen weißen Leine ſiel faſt in meine Hand, die es erfaßtez ſo unirrend war das Auge in ſeinem Ziele, und ſo vom Herzen angetrie⸗

ben die Hand, welche es warf. — Dieſe Hand,