Teil eines Werkes 
2. Band (1832)
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Zela, war Deine! In dem Augenblicke befaß Dein kleiner Arm, Deine weiche Hand mehr Kraft, als der ſtärkſte Matroſe aufwenden konnte, Du retteteſt das Leben von fuͤnf Men⸗ ſchen, die nicht fuͤnf Minuten länger ihr Da⸗ ſeyn hätten friſten koͤnnen!

Kaum vermag ich das Papier zu ſehen, auf dem ich ſchreibe! Jahre, die ſeit jenem Zeitpunkte verfloſſen ſind, erſcheinen mir wie Minuten, denn dieſer alles uͤberwältigende Angenblick iſt meinem Herzen zu lebhaft ein⸗ geprägt. Und ach, du Segens⸗Engel! haſt du mich nicht ſeitdem in Schlachten umſchwebt, haſt du mich nicht beſchuͤzt, wenn ich verwe⸗ gen mich in den Tod ſtuͤrzte, denn weshalb ſolte ich fürchten oder ſcheuen, was mich wieder mit Dir vereinigte? — Und haſt Du, mein Schuzgeiſt! des feigen Meuchelmoͤrders Kugel, die auf das Herz gerichtet war, das Dir geheiligt iſt, nicht abgewendet, ſie durch meinen Koͤrper hingefuͤhrt, und Wunden, die menſchlicher Kunſt toͤdtlich erſchienen, mit Deinem Balſam geheilt, des Todes Griffe geloͤſet, als ich ſeine eiſigen Finger ſchon auf meiner Bruſt fuͤhlte, und mich durch die wun⸗ derbarſten Mittel wieder geſund gemacht?