Teil eines Werkes 
2. Band (1832)
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es vermogt, den tiefen und unklaren Fluß zu durchdringen. Der ungluͤckliche Taucher kam nie wieder zum Vorſchein. Wir ſuchten und ſiſchten nach ihm in jeder moͤglichen Weiſe, aber vergebens. Die Nacht brach an und noͤ⸗ thigte uns, nach dem Schiffe zuruͤckzukehren.

Die ſonderbare Todesweiſe dieſer Bruͤder, in ſo kurzer Zeitfolge, machte tiefen Ein⸗ druck. Durchworrene Krautgeſchlinge, oder ein verſunkener Baum mogten ihn feſtgehal⸗ ten, oder ein Krampf ſeine Glieder gelähmt haben, oder vielleicht, was noch wahrſchein⸗ licher iſt, erfaßten ihn die Kinnladen eines Krokodills. Einige meiner Leute waren freilich der Meinung, daß der Kummer uͤber den Tod ſeines Bruders, der ihn allerdings tief er⸗ ſchuͤttert hatte, ihn vermogte, freiwillig den Tod zu ſuchen. Ihr Schickſal verbreitete dumpfe Schwermuth unter dem Schiffsvolk, bei wei⸗ tem wirkender, als waͤre ein viel groͤßerer Theil ihrer Anzahl in Kampf und Gefecht umgekommen.

Als wir langſam längs der Suͤdoſtkuͤſte der Inſel nach dem beſtimmten Orte hinfuhren, war das Wetter, wie es ſchon lange Zeit ge⸗ weſen, ungewoͤhnlich klar und heiter mit Wind⸗ ſtille, oder ſehr ſchwachem Luftzuge. Eines Abends bemerkte ich eben vor Sonnenunter⸗