— 363 —
biſch zu werden? — Araber und Matroſen vermoͤgen das gewiß nicht, denn ihr feſter Glaube an Zeichen und Deutungen iſt ſo alt und graͤnzenlos, als die Sandwuͤſte und das weite Meer. Sonderbar iſt es, daß ſo man⸗ cher, dem Seefahrer eigene Aberglaube ganz allgemein in der Welt verbreitet iſt; ſo zum Beiſpiel halten Seefahrer aller Laͤnder und aller Religionen vom Lord Relſon und dem Kapudan Paſcha an, der die Ottomanniſche Flotte befehligt, bis zum Mainotten⸗Seeraͤu⸗ ber und Arabiſchen Rals es fuͤr ein furcht⸗ bares Vorzeichen von Ungluͤck, wenn eine Reiſe am Freitage begonnen wird, der ein Sabbath der Moslim und der Chriſten Tag der Kreuzigung iſt. Ich hatte meine lezte Fahrt von der Inſel in der Nähe von Pulo⸗ Penang an dieſem unſeligen Tage begonnen; und es iſt merkwuͤrdig, daß der Unterſteuer⸗ mann, mein Landsmann, und zwei Matro⸗ ſen, Bruͤder, ſaͤmmtlich treffliche Seeleute und ſehr gute Menſchen, unzufrieden murr⸗
ten, als ſie hoͤrten, wie ich den Befehl zum
Lichten des Ankers gab. Sfter verlachte ich ſie dieſes Umſtandes wegen, jedesmal gaben ſie mir zur Antwort: »Sie werden ſehen, was es iſt, wir ſind noch nicht im Hafen.« Einer dieſer Bruͤder war es, der das Leben


