Teil eines Werkes 
1. Band (1832)
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Seine Tochter, deren Bande nun geloͤſt waren, und der ich einen Mantel uͤberwarf, kroch zu ihres Vaters Seite, kuͤßte ſeine blutgefaͤrbten Haͤnde und Augen, und lag uͤber ihn hingebeugt in ſprachloſer und unbe⸗ ſchreiblicher Angſt. Des alten Mannes ver⸗ zweiflungsvoller Blick ließ nach; ſein Auge verlor die wilde Wuth und ward truͤber um⸗ woͤlkt. Von dem Anblicke ergriffen, kniete ich ſeiner Tochter gegenuͤber nieder, um ihn auf der andern Seite zu ſtuͤzen. Mit Anſtrengung erfaßte er meine Hand; ich fuhlte deren klebende Feuchtigkeit, er fuͤhrte ſie an ſeine Lippen, zog dann mit vieler Muͤhe einen Ring von ſeinem Finger und ſteckte mir den an; darauf legte er meine Hand auf die ſeiner Tochter, blickte uns Beide abwechſelnd an, drückte krampfhaft uhſere Hände zuſammen und mur⸗ melte einige Worte. Meine Augen waren naß von Thraͤnen, die hinab auf ſeine Bruſt fie⸗ len. Sein Haupt und ſein ganzer Koͤrper er⸗ zitterten wie von einem Fieberfroſte, ſeine

Finger wurden eiskalt, ſeine Augen verſtei⸗

nert, ſtarr und glaͤſern, ſeine Gliedmaßen ſteif. Ich vermogte ſeine zunehmende Schwere nicht laͤnger aufrecht zu halten. Sein Geiſt entwich aus der irdiſchen Hulle. Aber immer