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konnte keine Kinder leiden; ſo oft er eines von uns erblickte, verſcheuchte er uns aus ſeinem Pfade. Damals war ich fuͤnf Jahre alt. Hätte der Rabe irgend einen andern Ort ſich auserwählt, als den Obſtgarten, in dem er ſtets verweilte, ſo wuͤrde ich ihm das Recht ſeines Veſizes gewiß nie beſtritten haben. So aber hatten wir Kinder, ſeitdem wir umher⸗ gehen konnten, ihn und meinen Vater fuͤr die zwei mächtigſten, ſchreckbarſten, und ge— waltſamſten Perſonen auf der Welt angeſe⸗ hen. Der Rabe war ſchon ſehr alt; ſein Aus⸗ ſehen war grau und weißlich; er ſtand auf einem Beine; ſeine Gelenke waren ſteif, ſeine Beinhaͤute waren rauh, wie die Borke vom Korkbaume, und er war mit großen Warzen uͤberdeckt; ſeine triefenden Augen hatten einen finſtern Ausdruck; er verbrachte ſeine Zeit faſt immer an einer Mittagswand, in der Sonne ruhend, wo grade die aller koͤſtlich⸗ ſten Pflaumen im Garten ſtanden. Gar manche Liſt verſuchten wir, um ihn von da fort zu locken; vergebens ward ihm der Kuͤchenabfall zum Verſchlingen geboten. Seine Bosheit, ſein Zorn und die Schwierigkeit, zu dem Obſt
zu gelangen, waren unertraglich. Wir verſuch⸗


