net, verrann im gewohnten Lebenslaufe jnn⸗ ger Herren jener Zeit. Frauen, Wein, der Hof und das Feldlager bildeten die Schau⸗ plaͤze ſeines Ehrgeizes, und er war bekannt dafuͤr, ſeine Rollen auf ihnen gut zu ſpielen. In ſeinem vier und zwanzigſten Jahre ver⸗ liebte er ſich in ein reizendes, liebenswuͤrdi⸗ ges Maͤdchen. Seine Gedanken nahmen nun eine andere Richtung. Er entdeckte — denn darin warer erfahren — daß die Leidenſchaft ge⸗ genſeitig war; Vermoͤgensumſtände hemmten allein die Erfuͤllung ihrer Wuͤnſche. Beider Familien waren einander gleich, aber nicht Beider Erwartungen von der Zukunft. Ju⸗ gend und Liebe ſind gewöhnlich feſt gegen Abmahnungen von Verwandten und Vor⸗ muͤndern. In Bezug auf Geld, auf Verſchrei⸗ bungen und Mitgift iſt eine erſte Liebe zu aufrichtigen und leidenſchaftlichen Karakters, um ſich durch weltlich berechnende Selbſtſucht zuͤgeln zu laßen, welche im ſpätern Leben allen unſern Verhäͤltnißen mit Frauen, oder den ihrigen mit uns, ſich mehr oder weniger zugeſellt. Die edlen, großmuͤthigen Geſinnun⸗ gen, welche eine erſte Liebe entflammt, pra⸗ gen dem beſtandloſen, ſchwankenden Karakter
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