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mer Betrachtung, in ihrem Schooße ein ge⸗ öffnetes Buch, neben ihr auf dem Siſche eine Roſen⸗Knospe in kryſtallner Vaſe. — Das Bild wurde ſprächend ähnlich, und wer es ſah, der bewunderte die kunſtvolle Schaffung.
Herrmann hätte den größten Schatz der Erde
hingegeben, um es zu beſitzen, und er wurde traurig und düſter, als er kein Mittel ſah, ſeinen Wunſch zu befriedigen. „Wäre ich reich,“ ſprach er zu dem Maler, „ſo würde ich Sie bitten, mir auch ein ſolches Anden⸗ ken Ihrer Kunſt zurückzulaſſen!“ — Der Maler lächelte, denn es war ihm nicht ſchwer in der Seele des der Verſtellung Unkundigen zu leſen, und er erwiederte mit Betonung: „Durch Ihre Empfehlung, Herr Lieutenant! bin ich hier ſo gaſtfreundlich aufgenommen worden, und ich habe — verzeihen Sie der
offnen Rede des geradſinnigen Mannes — ſo viel Gutes an Ihnen geſehen, daß ich
mich glücklich fühle, in Ihrem Andenken zu bleiben.“ — Herrmann freute ſich nur halb über dieſe Zuſage, deren geheimen Sinn er


