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Es kam eines Tages ein Porträtmaler aus Preßburg nach Göſegg, und wollte im dor⸗ tigen Gaſthauſe übernachten, um recht früh auf ein nahes, adeliches Schloß zu gelangen, wohin ihn die Herrin des Hauſes beſchieden hatte, daß er ihre Kinder male, zur Ueber⸗ raſchung des bald heimkehrenden Vaters. Herrmann machte ſeine Bekanntſchaft im Gaſthauſe, wo den, von der Jagd Rückkeh⸗ renden ein heftiger Durſt einzutreten nöthigte. Er bat um ſeine Begleitung ins Schloß, und als ſie auf den Hof kamen, fanden ſie Ste⸗ phanie, ihren Tauben, Perlhühnern und Pfauen Futter ſtreuend, und ſie mit ſüßen Worten liebkoſend. „Theuere Stephanie! Hier bring ich einen Gaſt, der Dir werth ſeyn wird. Herr Krauſe, ein Porträtmaler aus Preßburg. Wäre Dir gefällig, Dich abbilden zu laſſen, ſo möchte wohl Dein Bildniß dem Vater viele Freude machen bei ſeiner Rückkehr!“ — So ſprach Herrmann, und der Antrag er⸗ freute das Fräulein, und ſie ließ ſich von dem
Künſtler malen, wie ſie vertieft ſaß in from⸗


