Teil eines Werkes 
2. Band (1831) Wohlthat um Wohlthat
Entstehung
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Seit dieſem Vorgange war eine Reihe von Jahren verfloſſen. Der Amtmann hatte ſeine Stelle, ob er es gleich als ein anerkannt treuer⸗ verdienſtvoller Geſchäftsmann wohl gekonnt hätte, mit keiner höhern vertauſcht, da er nun einmal in dieſem Städtchen ganz eingebürgert und über⸗ haupt der Meinung war: vieljährige, vertraute Bekanntſchaft mit ſeinem Wirkungskreiſe trage unendlich viel zu einer recht durchgreifenden, ge⸗ meinnützigen Amtsführung bei.

Neben den alten Geſchäften blieb er auch den alten Erholungen treu. Noch immer war

es ihm der erquickendſte Genuß⸗ im Umgang mit Menſchen den Menſchen ſelbſt, dem inner⸗ ſten Weſen nach⸗ in ſeiner, ſelten ganz vertilg⸗ ten, urſprünglichen Würde, aber auch zugleich in ſeinen mannichfaltigen Verirrungen und verkehr⸗ ten Beſtrebungen zu ſtudiren. Wie oft fand er ſich bei dieſem edelſten Studium, — ſogar in jenen ernſten Fällen, über welche er als Krimi⸗ nalrichter zu entſcheiden hatte, — durch die troſt⸗ reiche Bemerkung erheitert: „es ſey der Menſch in ſeinem dunkeln Drange ſich doch des rechten