Teil eines Werkes 
2. Band (1831) Wohlthat um Wohlthat
Entstehung
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Mann hatte ihm aber dieſe Wohlthat in der Folge nur allzuhoch angerechnet; er behandelte ihn mit Härte, und trieb ihn zur Zeit, wo er ſich ſeiner nicht auf der Viehweide bedienen konn⸗ te, ſelbſt hinweg, um Almoſen einzuſammeln, ſo daß der geplagte Gottfried endlich gar nicht mehr zurückkehrte. — „Da ich, Gottlob! tüchtig leſen kann,“ fuhr Johannes zu erzählen fort, „ſo haben wir uns dann oft unterwegs unter einen Baum gelegt, und Schulmeiſter geſpielt. Er hat es aber aus den paar Büchern, die mir meine Mutter immer mitgibt, (es war ein neues Teſtament und ein Geſangbuch,) in kurzer Zeit

ſo gut begriffen, daß er's jetzt noch beſſer kann⸗ als ich ſelbſt. Dagegen habe ich auch Manches von ihm gelernt. Denn ſeinem Pflegevater, dem

Hirten, hat er die Namen vieler Pflanzen abge⸗

fragt, die im Walde und auf der Wieſe wach⸗ ſen, und von manchen weiß er ſogar, wozu ſie gebrancht werden. Das iſt nun meine größte Luſt, ſo viele ſchöne Blümchen näher kennen zu lernen. Denn weiß man nur erſt, wie Jemand

heißt, und wer er iſt, ſo bekümmert man ſich 5 —