Teil eines Werkes 
2. Band (1831) Wohlthat um Wohlthat
Entstehung
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Eindruck ſeines Anblics nicht ſchadete. Den

Namen Johannes hätte man ihm eher als ſei⸗ nem Freunde geben mögen. Das lichtbraune Haar floß längs der hohen Stirne neben zwei blauen, mildblickenden Augen und zartgerötheten Wangen herab, ſo daß man ſich bei dieſer Ge⸗ ſtalt wohl an Domenichino's holdſeliges Bild vom Schovßjünger des Herrn erinnern konnte. Daß der Druck ſeines verwaiſeten Lebens und das Verderbliche ſeines müßigen Umherirrens, den Geiſt, der aus dieſem ſchönen Geſicht her⸗ vprleuchtete, bis jetzt noch nicht zu unterdruͤcken vermochte, ergab ſich im Verfolg der Unterhal⸗ tung mit ſeinem Gefährten; denn er ſelbſt ſprach wenig, und antwortete nur mit leiſen, blöden Worten auf die an ihn gerichteten Fragen. Jv⸗ hannes aber erzählte: ſein Wondergeſelle habe ihm bald nach ihrer geknüpften Bekanntſchaft mit Thränen geklagt, daß er noch nicht leſen könne, denn Niemand habe es ihn bis jetzt ge⸗ lehrt. — Aus Barmherzigkeit war der Knabe nach dem Tode der armen Eltern vom Hirten ſeines Dörfchens aufgenommen worden; der