Teil eines Werkes 
2. Band (1831) Wohlthat um Wohlthat
Entstehung
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Gäſte, ihre oft lächerlich überſpannten Anfors derungen, die mißtrauiſche Knauſerei des Ei⸗ nen, die prahlhafte Windbeutelei des Andern, den egviſtiſchen Hochmuth, die pfiffig berechnende Schlauheit und die närriſchen Sitten der Uebri⸗ gen in das ergötzlichſte Licht zu ſetzen. Dazu war er Meiſter in der Kunſt, die auffallendſten Manieren ſolcher ausgezeichneten Paſſagiere, auf das Treueſte nachahmend, zur Anſchauung zu bringen; — welche erheiternde Naturgabe Lohr⸗ bach auch heute wieder anerkennen mußte, als Werner ihm eine eben erlebte allerliebſte Zank⸗ ſcene zum Beſten gab. Auſſer ihm ſelbſt, als Vermittler, traten noch einige intereſſante Per⸗ ſonen, in ihrem eigenthümlichen Charakter han⸗ delnd, auf: nämlich eine vornehme, alte, pre⸗ ciöſe Franzöſin mit ihrer ſchnippiſchen Nichte und ungezogenen Zofe; ein hochfahrender, den Herrn ſpielender Valet de chambre, und ein vierſchrötiger Poſtillon, der das Deutſch, das jene Perſonagen auſ's Jämmerlichſte radebrech⸗ ten, deſto gründlicher und verſtändlicher zu hand⸗ haben wußte. Alle waren zuerſt mit dem knau⸗