Teil eines Werkes 
2. Band (1831) Wohlthat um Wohlthat
Entstehung
Einzelbild herunterladen

ſerig abgelohnten Poſtillon, dann aber, wegen Verſchiedenheit der Meinungen, auch unter ſich in einen höchſt verwickelten Zwiſt gerathen, ſo daß man ſie noch im Abfahren, mitten durch die lauten Flüche des Poſtillons) mit einander keiſend parliren hörte.

„Freund!“ rief Lohrbach, nach dieſer kleinen theatraliſchen Darſtellung aus dem Stegreife, herzlich lachend aus: „Ihr ſeyd ganz für Eure Stelle geſchaffen! So wie Ihr, weiß ſchwerlich ein Poſtmeiſter dem thörichten Treibjagen herum⸗ ſchweifender müßiger Reiſenden, denen die Lan⸗ geweile überall, wo ſie ihr zu entkommen ſu⸗ chen, tückiſch auflauert, die rechte Seite und Anſicht abzugewinnen! Wie Mancher würde ſich an Eurer Stelle da bitterlich ärgern, wo Ihr ſchalkhaft zu beobachten und harmlos zu lachen verſteht!“

„Nun, nun!“ erwiederte Werner; „es macht in der Wirklichkeit denn doch Manches einen ganz audern Effekt, als in der Erzählung! Und glaubt es mir immer, nur zu oft iſt's ein mühſeliges, heckeliges Ding, Poſthalter und Gaſtgeber zu ſeyn!

—,—

—