Teil eines Werkes 
2. Band (1831) Wohlthat um Wohlthat
Entstehung
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Amtsarbeiten ausruhend, auf dem vffenen, mit einer Akazien⸗Allee bepflanzten Vorplatz des Poſthauſes. Unter mancherlei ſtillen Bemerkun⸗ gen pflegte er dort die Reiſenden zu muſtern⸗ welche zu dieſer Jahreszeit, gleich den Wan⸗ dervögeln, in größerer Anzahl dem Süden zu⸗ jagen. Zuweilen trat er auch wohl gefällig herbei, um auf dieſe oder jene Erkundigung der Ausländer, mit welchen Werner ſich nicht im⸗ mer gehörig verſtändigen konnte, befriedigende Auskunft zu geben.

Als nun der Abend zu dämmern begann⸗ und nach dem lärmvollen Geräuſch der ab- und zufahrenden Wagen eine wohlthuende Stille ein⸗ trat, ſetzte ſich der Poſtmeiſter zur gewöhnli⸗ chen Unterhaltung an Lohrbachs Seite auf die Thürbank, von welcher man einer freien Aus⸗ ſicht genoß. Was man während des Tages be⸗ merkt und erfahren, bot ihrem Geſpräch einen ſtets ergiebigen Stoff dar. Der Poſtmeiſter war, bei einer gewiſſen ſcheinbaren trocknen Ma⸗ nier, doch ein ſehr launiger, feiner Beobachter und Erzähler; er wußte die Eigenheiten ſeiner