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ſitz war. Vom Amthauſe her, welches ſich auf einer Anhöhe mitten aus anmuthigen Garten⸗ anlagen erhob, überſchaute er im Vorgrunde das reinlich ſchimmernde Städtchen, deſſen Wies⸗ gründe den Krümmungen eines anſehnlichen Fluſſes folgten, bis ſie ſich, von Weingeländen umkränzt, in eine weite, reich angebaute Ge⸗ gend am Ausgang des Gebirgs öffneten; und dieſes bildete mit ſeinen dunkeln, dichtbewalde⸗ ten Berggipfeln einen höchſt maleriſchen Hinter⸗ grund. Der alterthümlichen, burgartig aufge⸗ thürmten Wohnung des Amtmanns ſtand ein neuerbautes ſtattliches Poſthaus gegenüber, und war ihm in mehrfacher Rückſicht eine angeneh⸗ me Nochbarſchaft; theils, weil er mit deſſen Beſitzer, dem Poſtmeiſter Werner, in freund⸗ ſchaftlichen Verhältniſſen ſtand; theils, weil es ihm Gelegenheit zu mancher anziehenden Be⸗ kanntſchaft darbot; denn nicht ſelten traß ſich's, daß die Durchreiſenden der ſchönen Gegend ei⸗ nen längern Aufenthalt widmeten.
An einem heitern Nachmittage des Spät⸗ ſommers ſtand Lohrbach, von den beendigten


