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Es war in der That nur ein Anfall von Schwäche
geweſen. Als der Bürgermeiſter wieder zu ſich kam, fand er ſich wohl in demſelben Saale, in demſelben Armſtuhl, doch ſeine Umgebung war eine ganz andere. Die Lichter waren bis auf ein paar Wachskerzen alle ausgelöſcht, die Gäſte waren verſchwunden, der Tiſch ſtand weit von ihm weggerückt und ſtatt der Pokale voll glühenden Weins fand er neben ſich auf einem kleinen Tiſchchen drei bis vier Arzneigläſer, und ſtatt der blühenden Frauen, welche ihm zur Seite ſaßen, zwei Männer in ernſter, ſchwarzer Kleidung zur Rechten und Linken ſeines Seſſels, deren einer ſeine Hand hielt und den Puls zu befragen ſchien, während der andere ihm die Hand auf die Schulter ge⸗ legt hatte und Willens ſchien, aus einem offen daliegenden ihm zuzuſprechen, ſobald die Ohnmacht verſchwun⸗ den ſei. Auf den Letztern ſiel Hoofts Blick zuerſt; er fuhr mit einer Bewegung voll Abſcheu zur Seite, wandte das Haupt und ſprach, zu ſeiner Gattin gewandt, die ſtill und traurig hinter dem Lehnſtuhl wachte, aber mit einer Kraft und Heftigkeit, die man von ihm nicht mehr hätte erwar⸗ ten ſollen:
„Maria, habe ich Dir denn nicht geſagt, daß ich Nachis keine Kaminfeger leiden kann? Was will der hier und jener? Das iſt Verrath, Maria! Wenn ich ſo hätte ſterben wollen, dann hätte ich nicht nothig gehabt, Deinen ganzen Saal in Unordnung zu bringen.“
„Doktor Pool“ — fuhr er nach einer Weile ruhiger fort — „Ihr könnt bleiben. Ich hätte Euch ſelbſt zu Tiſch gebeten, wenn Ihr nicht ein Vorläufer des Todes wärt.
„Bruder,“ begann der Mann mit dem Buche, „hoͤret an den Krankentroſt, welcher da iſt eine Unterweiſung im Glauben und über den Weg 2
4 „Homine,) ſchnell aus meinem Hauſe, oder ich ver⸗
*) Prediger.


