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Kleine Novellen : vier Bändchen / von A.G.L. Toussaint
Entstehung
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für immer verdorben. Man riebe in ſieben Tagen die blauen Flecken nicht heraus.“

„Liebſte, Du nimmſt dann ſieben Putzfrauen und läſſeſt ſie ſieben Tage lang putzen. Wenn Du Herrn Valkenier als Freund behältſt, dann können ſelbſt noch ſieben ſtädtiſche Arbeiter den Mägden helfen — dießmal aber will ich ein Feuer, wie ein Freudenfeuer bei der Ge⸗ burt eines Erbſtatthalters. Du weißt, mein Leiden fordert Wärme.“

„Es fordert auch Ruhe, aber trotzdem

„Ruhe werde ich bald haben, mein Engel, aber ſage jetzt, findet mein Feuer Gnade, meine Geſtrenge?“

„In Gottes Namen, aber Wehe, Wehe! Wenn man nicht meiſtens ſähe, daß die Leute durch das Podagra alt werden, dann wäre mir das ein übles Vorzeichen!“

„Halt es dafür, liebe Frau! Wenn Du dabei be⸗ denkſt, daß man Sterbenden nachgeben ſoll, dann 6

„Hyoft, mein liebſter Mann! Spotte doch nicht ſo! Ach, willſt Du nicht einen Arzt zu Rathe ziehen?“

„Nachdem ich das erſt heute Morgen gethan habe?“

„Und willſt Du ſeinem Rathe folgen?“ frug fie lebhaft.

„Das nicht. Es wird auch nicht mehr nöthig ſein. Maria, wenn heut noch etwas vorfallen ſollte, was . Dich . . erſchreckt und betrübt, dann .. halte Dich, wie es einer ernſtruhigen holländiſchen Frau ziemt, der Frau des Bürgermeiſters Hooft würdig. — Ich habe Dir nicht viel zu ſagen, meine Sachen find geordnet, in dem dritten Schubfach des Schreibtiſches dort liegt mein Te⸗ ſtament und eine ausführliche Anweiſung, wie es mit dem Begräbniß, der Trauer und derlei Dingen gehalten werden ſoll. Die politiſchen Intereſſen werde ich heut noch mit Valkenier und Sir ordnen und darauf ſoll das Mahl folgen, das Abſchiedsmahl, welches ich meinen Freunden und liebſten Bekannten gebe. Ich werde dafür ſorgen, daß Alle fröhlich und heiter ſeien, ſorge Du, daß Alles glänzend und feſtlich werde.“