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freiheit des Hauſes Ehre machen wirſt, das weiß ich und darauf brauch ich nicht anzudringen. Jetzt aber wünſchte ich auch, daß Du dießmal das beſte Silberzeug und Alles, was wir Koſtbares und Zierliches beſitzen, zu Tage bringeſt.“
„Das iſt ein ſonderbarer Einfall, Hooft, aber es ge⸗ ſchehe, wie Du willſt.“
„Und damit Alles ein recht feſtliches Anſehen ge⸗ winne, ſo laſſe den Tiſch in dem großen Feſtſaal decken.“
„Nun, das iſt wohl Scherz. Wir feiern doch weder eine Taufe, noch eine Hochzeit.“
„Wer weiß, was es gibt, lieb Kind. Aber ſieh, ich will einmal in meinem Leben und nur zu meinem Vergnügen und mit meinen Freunden ein Zimmer mei⸗ nes Hauſes gebraucht ſehen, welches mir mehr an Meubeln und Unterhalt gekoſtet hat, als meine ganze übrige Haus⸗ haltung.“
„Ich habe Dir nie eine billige Bitte verſagt und werde Dir auch dieſe unbillige nicht verſagen, Hooft,“ er⸗ wiederte ſie, doch in einem Tone, der ganz deutlich ſagte, welch ein unendlich ſchweres Opfer ſie bringe.
Der Bürgermeiſter lächelte unwillkührlich und ſchlug das ſchalkhafte klare Auge zu Boden, damit ſie den hei⸗ tern Strahl nicht gewahre, der daraus blitzte. Sie aber fuhr fort:
„Aber wie kalt wird es da ſein! In dem kleinen Saal und dem Eßzimmer kann man Feuer machen ſo groß und ſo luſtig, wie Du willſt und wie es nöthig iſt, aber der Saal iſt ſo groß und ...“
„Keine Einwendungen! Du läßt das Feuer dreimal ſo hoch und zweimal ſo breit machen, wie gewöhnlich und wenn dann für genügenden Holzvorrath geſorgt wird, äin
„Nein, das geht nicht! Nein, das nie!“ fiel die haus⸗ hälteriſche Frau jetzt ein; ſie hatte ihren Verdruß ja ſchon zu lange zurückgehalten. — „Der koſtbare Herd von Stahl, der noch nie gebraucht worden iſt, — er wäre ja
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