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Kleine Novellen : vier Bändchen / von A.G.L. Toussaint
Entstehung
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„Nein, Vater! Zuvor müſſen Sie wiſſen, daß Frau d'Elmancy mich geſtern in einer ganzen Damengeſellſchaft ein grillenhaftes Ding genannt hat. Vier meiner Be⸗ kannten haben es mir verſichert!“ fiel Ina zu mir gewandt weinend ein. „Und das iſt noch nicht Alles. Die Frau hat ſtets . . .

„Aber ſo laſſen Sie mich doch zuvor Ihren Vater hören, Fräulein!“

„Dieſen Morgen kam meine Tochter zu mir . . . Vater, ich wollte Dich um etwas bitten . . . . Ich Dich ebenfalls, erwiederte ich. Sie wollte zuerſt ſprechen, ich gab es zu; ſie wollte, daß ich ihr im Voraus verſpreche, ihre Bitte jedenfalls zu bewilligen, und auch darein willigte ich. Wie konnte ich auch denken, wie konnte ſie auch ahnen, daß wir einander ſo ſchmerzlich verwunden wür⸗ den. — Wenn Frau dElmanch auch eingeladen iſt, dann laßt die Parthie abſagen; ſie hat mich bitter beleidigt, ich kann nicht mit ihr zuſammen ſein . . . . Du kannſt Dir denken, wie mich traf! Ich wollte ſi ſie gerade 3 haben, eine freundliche Wirthin für Martha zu ſein. mußte ihr mein Vorhaben mittheilen. Mein armes 3 konnte dieſen Schlag nicht ertragen. Sie ſank mir ohn⸗ mächtig zu Füßen, ſie flehte mich rührend, nicht ihr Elend, ihr Unglück zu wollen. Und kann ein Vater dem Flehen ſeines Kindes, ſeines einzigen Kindes widerſtehen2 Ueber⸗ dieß ſah ich ein, daß die beiden Frauen nie übereinſtimmen würden. Ich ſah einen unergründlichen Schlund häuslichen Elends ſich vor mir öffnen. Zudem hatte ich meiner Ina früher einmal verſprochen, daß ich iyr keine zweite Mutter geben werde .

„Venſen keine Stiefmutter!“ ſiel das Mädchen ſcharf ein.

„Ja wohl ich konnte auch nicht wiſſen, daß ich, d ieſe Frau je wiederſehen werde . . . . Aber jetzt .

„Ich weiß Rath, Fräulein, Sie werden bald heira⸗ then; die reichſten und ſchönſten unſerer jungen Männer