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Tochter; und die Reiſe wird mir ſchwer fallen, aber das Alles wird beſſer gehen, und ich finde ſchon mehr Ruhe, wenn erſt der König gekommen iſt.“
Und ſich auf Gauthier ſtützend, entfernte er ſich grüßend. 5
Und dennoch dauerte es noch ein ganzes Jahr bevor die Ehrenhacht des jungen Königs in den Hafen von Corunna einlief. Und während des Jahres hatte Kimenes noch manchen ſchweren Kampf und noch manche Ruhe⸗ ſtunde, gleich dieſer; aber als er auch ſeinem Herrn ent⸗ gegen ging, da übergab er ihm ein ruhiges Reich ohne Schulden und mit einem reichen Schatze, mit einer geord⸗ neten Kriegsmacht, unterwürfigem Adel und einem treu königlich geſinnten Volk, welches auch ohne ſeine Hülfe leicht zu regieren war.
Dieſes Alles erkannten die flämiſchen Räthe des Königs nur zu wohl, ſie ſahen gleichfalls ein, daß der Kardinal Herr bleiben werde, ſobald er nur erſt Einfluß auf den Koͤnig bekomme. Und ſie fühlten es tief, daß der junge Fürſt ſich nicht vor dieſem Einfluß ſchützen könne, ſobald er nur ein einzigesmal mit Kimenes zuſammen ge⸗ weſen ſei. Sein ehrfurchtgebietendes Alter, ſeine Stimme, die noch eben ſo kraftvoll, wie einſchmeichelnd ſein konnte, die Allgewalt ſeines Blickes, die Uebermacht ſeines Geiſtes, das Originelle ſeiner Sprache, ſeine Frömmigkeit und Gelehrtheit, ſeine Sparſamkeit und freigebige Milde, ſeine Uneigennützigkeit bei ſo großem Dienſteifer, ſeine Frei⸗ müthigkeit bei ſo warmer Treue für das Königthum, dieß Alles, wofür die Macht des Königs keinen würdigen Lohn haben konnte, mußte einen überwältigenden Eindruck auf den jungen Fürſten ausüben, der ſo lebendigen und leiden⸗


