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ſollten; — nur darf die Ehe keineswegs vor der Ankunft des Königs geſchloſſen werden und ſie muß bis dahin ſelbſt noch ein Geheimniß bleiben. Es ſteigen Stürme in dieſem Reiche auf, bei denen ich des Lächelns meiner ſchönen Sobrina bedarf, um den jungen Adel für meine Sache zu waffnen. Außerdem habe ich Beſchäftigung für den Sennor Gauthier, den ich gewählt habe, um Don Fernando über den Verluſt von Cecco zu tröſten. Ihr tretet morgen in Dienſt, Sennor, und erhaltet meine Befehle über Eure Pflichten — ſchriftlich, denn die Zeit . . . ich habe ſo eben die große Glocke der Kathedrale eine Stunde mehr ſchlagen hören, als ich mir zur Ruhe beſtimmt hatte.“
Er ſchellte.
„Sind die Mauleſel geſattelt?“ frug er den eintre⸗ tenden Edelknaben.
„Seit einer halben Stunde, Monſennor.“
„Virgine Santiſſima!“ rief der Kardinal verdrießlich. „Mauleſel! vor zwei Jahren noch machte ich ſolch einen Weg zu Fuße. Ihr ſeht, Kinder, ich muß fort, aber nehmt zuvor meinen Segen!“
„Ihr geht auf Reiſen, Monſennor?“ riefen Alle ver⸗ wundert.
„Nach Tordeſillas, die Königin beſuchen und zugleich hören, was man in Valencia denkt und thut.“
„Und ohne daß Jemand von der Regentſchaft davon etwas weiß?“ frug der Baron.
„Damit man im Voraus berathen könne, wie man dieſe Abweſenheit zu benützen habe?“ „Ihr fragt das doch nicht im Ernſt, Baron?“ „Fürchtet aber nichts, Alles wird orventlich ſeinen Gang gehn, Alles iſt geregelt, mein Sekretär hat ſeine Inſtruktionen für die Regentſchaft und ſeine Befehle für die Junta.“
„Mein hochwürdiger Oheim in Euren Jahren eine ſo ermüdende Reiſe und das in der Nacht und nach einer ſolchen Ruheſtunde?“ ſeufzte Valentina.
„Ciertamente, ſie war unruhig, dieſe Stunde, meine


