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Begriffe fand, ſich in einen ungleichen Streit mit meinem erlauchten Oheim zu verwickeln . . . . . 4
Dem Ihr hättet zuvorkommen können, ſchöne Sennora, wenn Ihr mich früher mit der Verwandtſchaft bekannt gemacht hättet. Ich hätte mir dann eine andre Sendung geben laſſen, bei der ich weniger Gefahr lief, ſo mit Seiner Eminenz zuſammen zu ſtoßen.“
„Eine Sendung geben laſſen!“ wiederholte Fimenes lächelnd und ihn forſchend in's Auge faſſend. „Das for⸗ dert diplomatiſche Behendigkeit, Sennor. Finde ich die in meinem kleinen Neffen?“
„Wie ſollte er anders wagen dürfen, Anſpruch auf die Ehre Eurer Verwandtſchaft zu machen?“ erwiederte Gauthier.
„Aber, ſüße Sobrina Valentina, zieht Ihr denn in der That dieß flämiſche Doncella⸗Geſicht dem dunkeln männlich gebräunten Teint all Eurer ſpaniſchen Anbeter vor? — Ich hätte doch gedacht, der Herzog de Prierv....“
„Stehe in meiner Gunſt? — Gewiß, weil er Euch nützlich ſein könnte; aber er zählt ſechzig Jahre und ich wäre grade drei Jahre jünger geweſen, als ſein jüngſter Sohn,“ entgegnete Valentina mit einer Bewegung von Ungeduld.
„Ich ſehe wohl, daß wir über den Punkt nie einig werden,“ ſprach der Kardinal lachend und fuhr dann, zu dem Baron Amerstorff gewandt, ernſter fort:
„Aber mein erlauchter Amtsgenoſſe, tretet Ihr denn ſo ganz auf meine Seite, daß ihr ſelbſt unſere Familien verbinden wollt?“
„Da ich keine beſſere Hülfe habe, als die meiner Landsleute, ſo wäre aller weitere Widerſtand doch ver⸗ gebens,“ antwortete Amerstorff, „und überdieß weiß ich, daß das Intereſſe unſeres Grafen in dieſem Lande keinem beſſern und treuern Wächter anvertraut werden kann, als wie Euch.“
„Und ich weiß auch nicht, was wir dagegen haben


