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ſchaftlichen Charakters, und deſſen Antheil genug entwickelt war, um dieſe Größe zu erkennen.
Dieſe Zuſammenkunft zu verhindern, das gute Ver⸗ nehmen zwiſchen dem Monarchen und dem Regenten zu brechen, ehe ſie noch ſtattfinden konnte, war von jetzt an das ſtete Streben der flämiſchen Miniſter.
Die Schwäche des Alters, welche mit reißender Schnelligkeit zunahm, oder auch (wenn wir einer traurigen Vermuthung folgen wollen) eine gewaltthätige Hand, welche Gift in das ſpärliche Mahl miſchte, zwang Zimenes, mitten auf ſeiner Reiſe zur Bewillkommung des Königs anzu⸗ und arbeitete auf dieſe Weiſe ſeinen Feinden in die
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Der Kardinal, welcher den neuen Kampf vor ſich ſah, ſchrak nicht vor ihm zurück, ſondern ſchrieb Kark Alles, was er ihm zu rathen und mitzutheilen hatte. Der Brief aber wurde von den flämiſchen Höflingen nach ihrer Weiſe gedeutet; der Muth, womit der Regent die Art tadelte, auf welche der König Spanien mit dem Zweck ſeiner Reiſe bekannt gemacht hatte, wurde als eine Vor⸗ letzung der der Majeſtät gebührenden Ehrfurcht dargeſtellt, ſeine nützlichen Mittheilungen wurden nicht geachtet, ſeine Rathſchläge nicht gehört und gerade das Gegentheil von dem gethan, was er für nöthig und wünſchenswerth hielt.
Dieſer böswillige Widerſtand, welcher den Intereſſen des Staats eben ſo ſchädlich als ein Undank gegen den ver⸗ dienten Regenten war, erbitterte Timenes ſo ſehr, daß er alle Vorſicht und Mäßigung vergaß, daß er ſeinem Haß Luft machte und ſeine Klagen gegen die fremden Räthe laut aufzählte; daß er ihre Schwächen aufdeckte, jeden ihrer Mißgriffe mit dem Finger anwies, ihre Habſucht und Feilheit blos legte, all das Unglück, welches Spanien durch ſie bedrohte, vorherſagte, und Schriften, in welchen er dieß Alles auseinanderſetzte, kurzweg an den König richtete, der ſie gewiß erſt nach dienlicher Einleitung der dabei Betheiligten las, welche dann noch ihre Auslegung hinzufügten.


